Wanted

© Wanted
Ich gehe so gut wie nie ins Kino. An mein letztes Mal kann ich mich auch nicht mehr erinnern, vielleicht war es sogar Hallam Foe letztes Jahr. Von Filmen verstehe ich bekanntlich ähnlich viel, wie von der anaeroben Wasseraufbereitung
“Wanted”, Originalton, Metropolis Kino Köln. Irgendwie ging es um Pistolenkugeln und Blut. Da war James McAvoy, der amerikanischen Akzent imitierte und im Laufe des Films ständig verprügelt wurde und blutete. Und natürlich Angelina Jolie, etwas zu knochig, tätowiert und aufgesetzt tough. Verwickelt in eine große Verschwörung um Killer, Schicksal, Vaterschaft und offene Fleischwunden.
Das Popcorn war gut. Eigentlich mag ich Popcorn am liebsten, wenn es vor lauter Zucker schön knusprig ist. Der Zucker muss auf dem Popcorn karamellisiert sein und darf gerne auch mehrere Pop-Körner miteinander verbinden, damit man nicht Korn für Korn aus der Tüte in den Mund befördern muss. Der absolute Kinospaß-Killer sind allerdings nicht aufgepoppte, harte Maiskörner und große Zuckerklumpen, die sich weder kauen, noch lutschen lassen. Zum Kino gehört nunmal süßes Popcorn, auch wenn ich alternativ bin und salziges theoretisch lieber mag.
Irgendwann gegen Ende des Films ging auch mein Popcorn zuende. Auf der Leinwand passierte gerade irgendetwas mit Kugeln und Blut. Alle konnten sie um die Ecke und im Kreis schießen. Noch eine Kugel! Blut! Und eine offene Fleischwunde!
Am Ende sitzt der noch immer nerdige James McAvoy in seiner Wohnung und schaut in Helden-Manier in die Kamera. “What the fuck have you done lately?”











