
Es hat ein wenig gedauert, aber hier ist sie, meine Cool List 2008, als Reaktion auf die diesjährige NME Cool List. Zum Vergleich: das war meine Cool List 2007.
10. Gary Powell (Dirty Pretty Things)
Gary hat eine Dauerkarte für meine Cool List und ich zitiere lediglich, was ich letztes Jahr schrieb: “Eigentlich verdient er ja Platz 1 der Jahrtausends-Cool-List für alle Zeiten, denn gäbe es das Amt eines Weltoberhaupts, würde ich ihn sofort dafür nominieren. Keine Frage, Gary ist der coolste Mensch auf Erden.” - Aber die anderen müssen ja auch mal eine Chance haben.
9. Dizzee Rascal
Oi! Fix Up, Look Sharp! Dieser Song ist großartig, aber leider waren die Clubs hier nie bereit dafür. Die Leute standen nur rum und wunderten sich über den plötzlichen Anfall von Hip Hop. Zu gern hätte ich Dizzee live erlebt, aber ich war irgendwie verhindert. Schade.
8. James Allan (Glasvegas)
James Allan hat während des ganzen Konzert seine schwarze Ray-Ban-Sonnenbrille kein einziges Mal abgenommen. Aber das hätte ich bei der Dauer-Stroboskop-Bestrahlung vielleicht auch nicht getan. Das einzige, was über seine Lippen huschte, war “Thank you!” und undefinierbare Schimpfwörter über seine Gitarre.
7. Santogold
Die Wesleyan University hat schon vor MGMT nette Dinge hervorgebracht: Santogold ist heiß, hat eine grandiose Platte gemacht und erinnert dabei natürlich unweigerlich an M.I.A., die letztes Jahr auch in meiner Cool List vertreten war.
6. Calvin Harris
Zugegeben, seine richtig coole Zeit hatte Calvin schon im letzten Jahr. Ich weiß noch, wie ich diesen Januar glücklich wie ein kleines Kind auf und ab hüpfte, als ich erfuhr, dass wir ihn beim Eurosonic Festival endlich live sehen würden. Es war großartig. Mittlerweile ist er sogar in iPod-Werbungen oder läuft bei Germany’s Next Topmodel und ich nehme es ihm kein bisschen übel. I got love for you if you were born in the 80ies.
5. Charlie Fink (Noah And The Whale)
Wer Laura Marling zur Freundin hat, das Ukulelespiel beherrscht und genial-niedliche Songs wie “5 Years Time” schreibt, den muss man ja eigentlich mögen. Der Sommer 2008 stand ganz klar im Zeichen von sun sun sun und fun fun fun.
4. Florence Welch (Florence And The Machine)
Als wir im Mai in Holland im Vorgarten saßen und die Sterne beobachteten, hatte sie für mich die schönste Stimme der Welt. Die junge Florence ist durchaus bezaubernd, wird hoffentlich bald groß und wer sie und ihre Band noch nicht kennt, sollte sie sich dringend anhören!
3. Yannis Philippakis (Foals)
Im Frühling stand Yannis plötzlich neben mir und redete mit mir. Er ist in etwa so groß wie ich - was etwas heißt - und war recht bezaubernd. Im Sommer sah ich die Foals dann auf dem Haldern wieder: es war dunkel, nieselte und über das Feld erstreckte sich ein Meer aus bunten, funkelnden Plastikregencapes. Dazu spielten sie den wundervollen Song “Cassius”, mit dem ich nach wie vor viel verbinde.
2. Scott Rinning (The Cinematics)
Die Cinematics haben ihr Album zwar schon 2007 veröffentlicht, waren aber erst Anfang des Jahres offiziell auf Deutschlandtour. Wenig später wurden sie dann zweite bei der von Jägermeister gesponsorten Rock:Liga. Wir hatten eine schöne Zeit und freuen uns auf das neue Album, das 2009 erscheint.
1. Liam Fray (The Courteeners)
Ob Liam Fray nun wirklich Liam heißt, oder sich nur so nennt, weil er gerne Liam Gallagher wäre, weiß ich nicht. Den intimidating Blick seines Vorbilds hat er aber schon ziemlich gut drauf. Und doch wirkt er wieder wie ein kleiner Junge, wenn er nur mit seiner Gitarre Akustiksongs zum Besten gibt.
Und jetzt kommt ihr: Wie sieht eure Cool List 2008 aus?
Sonntag, 7. Dezember 2008